Likedeeler

Eric Claptons Freunde doch aller Menschen Feinde

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Immer für eine Überraschung gut

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Wenn ein Urteil über Likedeeler Konzerte unzutreffend ist, dann ja wohl, dass es langweilig sei. Gestern am 28.10.2010 im Pooca, Hamburger Berg, haben sich wieder spektakuläre Dinge ereignet. Vor Hamburger Swutschpublikum ("Donnerstag ist Kieztag") wurde einiges geboten.

Zunächst begeisterte Der Tagträumer, Malte, die Anwesenden. Erstaunlich, wie er allein genug Kraft und Ausstrahlung versprüht, eine ganze Band zu ersetzen. Ein Orchester aus Gitarre und Gesang. Anschließend ein Experiment der ungewöhnlichen Art: an bóthar und Tante Tofu gemeinsam auf der Bühne! Lachanfall Stefan unterstützte die Irischen Klänge mit seinem außergewöhnlichen Bodhránspiel und seinen sicheren Satzgesängen. Eine echte Bereicherung. In der Tradition von Wegbereitern wie Miles Davis (z.B. Bitches Brew, 1970 oder Doo-Bop, 1991) oder Mothers Finest (Another Mother Further, 1977) (die harten von Euch arbeiten sich auch mal in "Requiem für einen jungen Dichter" von Bernd Alois Zimmermann, 1969, ein oder in Ornette Coleman's "Skies Of America", 1972, Winken - gegebenfalls einfach bei Käpitän Stonebecker nach einer Einführung fragen -) wurde dann mit Tante Tofu Schlagzeuger Sergej Fusion im besten Sinne präsentiert: Irish Folk trifft Jazz. Die Anwesenden haben wirklich einen besonderen Augenblick erleben dürfen. Das gibt es nicht alle Tage.

Den glorreichen Abschluss bildete dann KurzWelle. Den dreien ist richtig schön anzumerken, wie sie sich nach so kurzer Entwicklungszeit auf der Bühne schon richtig wohlfühlen. Es war auffällig, wie sie schon gemeinsam grooven und die Musik atmen. Die haben prima abgeliefert gestern. 

Die gemeinsamen Auftritte in dieser Konstellation machen verdammt viel Spaß und hoffentlich wird es noch viele davon geben.

 

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